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Fasenbearbeitung für höhere Prozesseffizienz neu bewerten

Tungaloy modulare Fasenwerkzeuge zur Verbesserung von Produktivität, Stabilität und Standzeit in modernen Fertigungsumgebungen weiterentwickelt.

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Fasenbearbeitung für höhere Prozesseffizienz neu bewerten

Die Fasenbearbeitung wird häufig als nachgelagerter Bearbeitungsschritt betrachtet, hat jedoch einen direkten Einfluss auf Standzeit, Zykluszeit und Prozessstabilität in der Metallbearbeitung, insbesondere in der Automobilindustrie, im Maschinenbau und in der Serienfertigung.

Fasenbearbeitung im Kontext moderner Fertigung
Die Fasenbearbeitung erfolgt meist am Ende einer Prozesskette und wird daher selten systematisch optimiert. Mit steigenden Anforderungen an Effizienz und Präzision – insbesondere im Rahmen der digitalen Lieferkette – gewinnen jedoch auch sekundäre Bearbeitungsschritte an Bedeutung für die Gesamtproduktivität.

Bereits kleine Verbesserungen können Nacharbeit reduzieren, die Oberflächenqualität erhöhen und nachgelagerte Prozesse wie Montage oder Beschichtung stabilisieren.

Materialbedingte Einschränkungen und Kostendruck
Traditionell werden für die Fasenbearbeitung Werkzeuge aus Schnellarbeitsstahl (HSS) eingesetzt, vor allem aufgrund ihrer vergleichsweise niedrigen Kosten und einfachen Handhabung. Diese Praxis ist in vielen Fertigungsumgebungen weiterhin verbreitet.

Steigende Rohstoffpreise für HSS und Hartmetall sowie zunehmender Druck zur Produktivitätssteigerung verändern jedoch diese Ausgangslage. Die Leistungsgrenzen konventioneller Werkzeuge werden dadurch zunehmend sichtbar.


Fasenbearbeitung für höhere Prozesseffizienz neu bewerten

Infolgedessen wird verstärkt hinterfragt, ob etablierte Werkzeugstrategien den aktuellen Effizienzanforderungen noch gerecht werden.

Leistungsgrenzen konventioneller Fasenbearbeitung
Versuche, die Produktivität beim Fasen zu steigern, führen häufig zu typischen Problemen: Gratbildung mit zusätzlichem Nachbearbeitungsaufwand, Vibrationen bei höheren Vorschüben sowie häufige Werkzeugwechsel, die die Maschinenverfügbarkeit beeinträchtigen.

Diese Effekte sind eng mit den mechanischen und thermischen Eigenschaften von HSS verbunden. Im Vergleich zu Hartmetall weist HSS eine geringere Härte und Verschleißfestigkeit auf, was die erreichbaren Schnittgeschwindigkeiten und Vorschübe begrenzt und die Prozessstabilität beeinflusst.

Gängige HSS-Werkzeugkonzepte
HSS-Fasenwerkzeuge sind in der Regel als Vollwerkzeuge oder als Systeme mit austauschbarem Kopf verfügbar. Voll-HSS-Werkzeuge zeichnen sich durch eine einfache Bauweise und geringe Anschaffungskosten aus, müssen jedoch bei Verschleiß vollständig ersetzt oder nachgeschliffen werden.

Werkzeuge mit austauschbarem Kopf ermöglichen die Weiterverwendung des Schafts und reduzieren so den Materialverbrauch. Die grundlegenden Leistungsgrenzen bleiben jedoch aufgrund des Werkstoffs bestehen.

Modulares Hartmetallkonzept für die Fasenbearbeitung
Ein alternativer Ansatz besteht darin, Hartmetall gezielt nur dort einzusetzen, wo es den größten Nutzen bietet – an der Schneide. TungMeister setzt dieses Prinzip durch austauschbare Hartmetallköpfe in Kombination mit wiederverwendbaren Schäften um.

Dieses Konzept verbessert die Verschleißfestigkeit und Zerspanleistung, während gleichzeitig der Materialeinsatz kontrolliert wird. Dadurch lassen sich höhere Bearbeitungsleistungen realisieren, ohne die Kosten unverhältnismäßig zu erhöhen.

Anwendungsspezifische Auslegung der Fasenwerkzeuge
Unterschiedliche Bearbeitungsbedingungen erfordern angepasste Werkzeuggeometrien. Universelle Fasenwerkzeuge eignen sich für eine breite Palette von Werkstoffen und werden häufig in der Serienfertigung eingesetzt.

Werkzeuge mit geringer Schnittkraft sind darauf ausgelegt, Vibrationen zu reduzieren und stabile Bearbeitungsbedingungen auch bei großen Auskragungen oder geringer Bauteilsteifigkeit zu gewährleisten. Sie können zudem für Zentrieroperationen eingesetzt werden.

Hocheffiziente Varianten verfügen über mehrschneidige Geometrien, die höhere Vorschübe pro Umdrehung ermöglichen und so die Zykluszeiten bei Umfangsfase und Entgratung reduzieren.

Diese Differenzierung erlaubt eine gezielte Anpassung der Werkzeuge an die jeweiligen Prozessanforderungen.

Einfluss der Werkzeugaufnahme und Systemsteifigkeit
Die Leistungsfähigkeit der Fasenbearbeitung wird auch durch die Wahl des Werkzeughalters bestimmt. Bei großen Auskragungen ist eine hohe Steifigkeit erforderlich, die durch Hartmetall- oder Wolframschäfte erreicht werden kann. In schwingungsanfälligen Anwendungen tragen Materialien mit guten Dämpfungseigenschaften zur Prozessstabilität bei.

Für Anwendungen mit minimaler Auskragung bieten integrierte Spannsysteme kompakte Lösungen, während für allgemeine Anwendungen kosteneffiziente Stahlschäfte eingesetzt werden können.


Fasenbearbeitung für höhere Prozesseffizienz neu bewerten

Die richtige Kombination aus Werkzeugkopf und Schaft ist entscheidend für stabile Prozesse und reproduzierbare Ergebnisse.

Bedeutung für die Prozessoptimierung
Eine Neubewertung der Fasenbearbeitung im Gesamtkontext der Zerspanung zeigt deren Einfluss auf Produktivität und Kostenstruktur. Durch die gezielte Optimierung von Werkzeugkonzepten und den Einsatz modularer Lösungen lassen sich Stillstandszeiten reduzieren, die Bauteilqualität verbessern und die Prozesssicherheit erhöhen.

Mit steigenden Anforderungen an die Fertigung gewinnt die Fasenbearbeitung als bislang oft unterschätzter Prozessschritt zunehmend an Bedeutung für nachhaltige Effizienzsteigerungen.

Bearbeitet von Romila DSilva, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.

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